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Französischer Ex-Minister sagt zu Bettencourt-Affäre aus
02/08 | 06:00 GMT

©AFP / Frederick Florin
Der französische Ex-Arbeitsminister Eric Woerth muss heute im Zusammenhang mit den Finanzaffären um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt aussagen.

©AFP / Frederick Florin
Ex-Minister Woerth
Paris (AFP) - Der französische Ex-Arbeitsminister Eric Woerth muss heute im Zusammenhang mit den Finanzaffären um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt aussagen. Ein Untersuchungsrichter in Bordeaux entscheidet danach, ob ein Ermittlungsverfahren gegen den einst engen Vertrauten von Staatspräsident Nicolas Sarkozy eingeleitet wird. Dem früheren Schatzmeister der Regierungspartei UMP wird vorgeworfen, illegale Parteispenden von Bettencourt angenommen zu haben.
So soll Woerth 150.000 Euro für Sarkozys Wahlkampf im Jahr 2007 erhalten haben. In Frankreich sind private Spenden an Parteien nur bis 7500 Euro pro Jahr erlaubt. Woerth musste im November 2010 infolge der Affäre seine Ämter abgeben.
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Französischer Ex-Minister sagt zu Bettencourt-Affäre aus
02/08 | 06:00 GMT

©AFP / Frederick Florin
Der französische Ex-Arbeitsminister Eric Woerth muss heute im Zusammenhang mit den Finanzaffären um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt aussagen.

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Ex-Minister Woerth
Paris (AFP) - Der französische Ex-Arbeitsminister Eric Woerth muss heute im Zusammenhang mit den Finanzaffären um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt aussagen. Ein Untersuchungsrichter in Bordeaux entscheidet danach, ob ein Ermittlungsverfahren gegen den einst engen Vertrauten von Staatspräsident Nicolas Sarkozy eingeleitet wird. Dem früheren Schatzmeister der Regierungspartei UMP wird vorgeworfen, illegale Parteispenden von Bettencourt angenommen zu haben.
So soll Woerth 150.000 Euro für Sarkozys Wahlkampf im Jahr 2007 erhalten haben. In Frankreich sind private Spenden an Parteien nur bis 7500 Euro pro Jahr erlaubt. Woerth musste im November 2010 infolge der Affäre seine Ämter abgeben.

WELTGESCHEHEN
Französischer Ex-Minister sagt zu Bettencourt-Affäre ...Probe-Passagiere testen neuen Berliner Flughafen
02/07 | 15:53 GMT

©AFP / Bernd Settnik
Am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) haben die ersten Passagiere probeweise eingecheckt. Damit läutete die Flughafengesellschaft die heiße Phase vor der Eröffnung des Flughafens am 3. Juni dieses Jahres ein.

©AFP / Bernd Settnik
Check-In auf Probe
Berlin (AFP) - Am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) haben die ersten Passagiere probeweise eingecheckt. Damit läutete die Flughafengesellschaft die heiße Phase vor der Eröffnung des Flughafens am 3. Juni dieses Jahres ein. "Es war beruhigend zu sehen, wie gelassen die Komparsen durch die Abläufe gekommen sind", sagte Manfred Körtgen, technischer Geschäftsführer des BER, "die Prozesse scheinen zu funktionieren."
Getestet wurden mit 250 Komparsen alle Abläufe einer Flugreise: Check-in mit Gepäck, Sicherheitskontrollen und Boarding. Lediglich das Abheben fiel aus - der Probelauf endete am Flugsteig. Insgesamt 10.000 Komparsen werden bis Mai "Passagiere auf Probe" spielen und die Abläufe am Boden simulieren.
Der Flughafen, der nach dem früheren Bundeskanzler "Willy-Brandt-Airport" heißt, wird den Flugbetrieb von den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld übernehmen. Beide werden zum 2. Juni schließen. BER soll eine Startkapazität von 27 Millionen Passagieren haben. 2011 flogen rund 24 Millionen Passagiere von Berliner Flughäfen, sagte Körtgen. Der neue Flughafen wird 2,5 Milliarden Euro kosten.

WIRTSCHAFT
Probe-Passagiere testen neuen Berliner ...Assad verpflichtet sich laut Moskau zu Ende der Gewalt
02/07 | 20:34 GMT

©AFP/SANA
Syriens Staatschef Baschar al-Assad (l.) hat sich nach Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow (r.) zur Beendigung der Gewalt in seinem Land verpflichtet. Das US-Außenministerium reagierte skeptisch auf das Versprechen.

©AFP/SANA
Assad (l.) und Lawrow
Moskau (AFP) - Syriens Staatschef Baschar al-Assad hat sich nach Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow zur Beendigung der Gewalt in seinem Land verpflichtet. Assad sei entschlossen, sich für ein Ende der Gewalt einzusetzen, "von wo sie auch kommt", sagte Lawrow in Damaskus. Das US-Außenministerium reagierte skeptisch auf das Versprechen Assads, die Gewalt in seinem Land zu beenden. In Berlin wurden zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen, die in Deutschland lebende Oppositionelle ausgeforscht haben sollen.

©AFP/Youtube
Bestattung eines Gewaltopfers in Kafr Nabl
Nach Aussage Lawrows sprach sich Assad für eine Fortsetzung und Ausweitung der Beobachtermission der Arabischen Liga aus. Assad wolle außerdem ein Datum für ein Referendum über die neue Verfassung ankündigen, die in den vergangenen Monaten ausgearbeitet worden war. Russland wolle sich für eine Lösung der Krise auf der Grundlage des Plans der Arabischen Liga einsetzen, sagte Lawrow.
Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland sagte, dass die Führung in Damaskus Monat für Monat die gleichen Angebote vorlege, während gegen die Opposition immer härter vorgegangen werde. "Wie uns das zu einer Art friedlichem internationalem Dialog über eine demokratische Zukunft für Syrien bringen soll (...), ist nicht sehr klar."

©AFP / Louai Beshara
Assad-Anhänger in Damaskus
Russland hatte wie China am Samstag im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Unterstützung des Plans der Arabischen Liga blockiert. Der Plan sieht neben einem Rückzug der Armee aus den Städten auch die Übergabe der Macht von Präsident Assad an seinen Stellvertreter vor. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana vermeldete, Assad habe "die Entschlossenheit Syriens betont, bei allen Anstrengungen für eine Verbesserung der Stabilität des Landes zu kooperieren".

©AFP/Youtube
Youtube-Bilder von Leichen in Homs
Ungeachtet der Zusagen Assads beschossen Sicherheitskräfte weiter die Rebellenhochburg Homs. Dabei wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 15 Zivilisten getötet. Wie die in London ansässige Organisation mitteilte, wurden in der seit Tagen von der Armee belagerten Stadt Sabadani bei Damaskus fünf weitere Zivilisten getötet. Auch in Hula bei Homs sei ein Jugendlicher getötet worden.
Nach Großbritannien riefen auch Frankreich, Italien sowie Spanien und die Niederlande ihre Botschafter aus Syrien zu Beratungen nach Hause zurück. Die sechs Mitglieder des Golfkooperationsrats wiesen die syrischen Botschafter aus ihren Ländern aus und riefen ihre Botschafter aus Damaskus ab. Am Montag hatte bereits Washington seine Botschaft in der syrischen Hauptstadt aus Sicherheitsgründen geschlossen und das gesamte Personal abgezogen.

©AFP
Gewalt in Syrien
Deutschland will den seit dem 1. Februar vakanten Botschafterposten in Damaskus vorerst unbesetzt lassen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte in Berlin, er "denke nicht darüber nach", den Posten neu zu besetzen. Der bisherige Botschafter in Damaskus, Andreas Reinicke, ist seit dem 1. Februar neuer EU-Sonderbeauftragter für den Nahen Osten.
Westerwelle ließ zudem wegen der in Berlin festgenommenen Syrer den syrischen Botschafter in Deutschland einbestellen. Den mutmaßlichen Spionen wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, jahrelang planmäßig syrische Oppositionelle ausgeforscht zu haben.
Der einflussreiche US-Senator John McCain forderte eine Bewaffnung der Gegner Assads. "Wir sollten beginnen, alle Optionen zu erwägen, auch die Bewaffnung der Opposition", sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat von 2008 in Washington. "Das Blutvergießen muss gestoppt werden."



