Ihre Branche:
Presse
Die AFP-Textdienste in sechs Sprachen, darunter Deutsch, liefern neben Meldungen und Zusammenfassungen auch Reportagen, Analysen und Hintergrundinformationen. Gestützt auf das weltweit dichteste Korrespondentennetz berichtet AFP schnell und zuverlässig aus allen Regionen. Bei vielen wichtigen Ereignisse ist AFP exklusiv oder zuerst vor Ort.
Die reichhaltige Berichterstattung von AFP aus allen Regionen der Welt ermöglicht die komplette Aufbereitung des Nachrichtengeschehens in den Bereichen Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Sport, Wissenschaft, Vermischtes, und Kurioses
Globale Recherche, globale Reichweite
Verwaltungsrichter leitet Übergangsregierung in Athen
05/16 | 18:55 GMT

©AFP / John Kolesidis
Nach mehreren vergeblichen Versuchen zur Bildung einer neuen Regierung in Griechenland übernimmt nun der oberste Verwaltungsrichter Panagiotis Pikrammenos vorübergehend die Regierungsführung. Einziges Ziel seines Übergangskabinetts sei die Vorbereitung von Neuwahlen, sagte der 67-Jährige, nachdem er von Präsident Karolos Papoulias mit der Regierungsbildung beauftragt worden war. Die Wahlen sollen laut Medien am 17. Juni stattfinden.

©AFP / John Kolesidis
Verwaltungsrichter Pikrammenos
Athen (AFP) - Nach mehreren vergeblichen Versuchen zur Bildung einer neuen Regierung in Griechenland übernimmt nun der oberste Verwaltungsrichter Panagiotis Pikrammenos vorübergehend die Regierungsführung. Einziges Ziel seines Übergangskabinetts sei die Vorbereitung von Neuwahlen, sagte der 67-Jährige, nachdem er von Präsident Karolos Papoulias mit der Regierungsbildung beauftragt worden war. Die Wahlen sollen laut Medien am 17. Juni stattfinden.

©AFP / Aris Messinis
Bankfiliale in Athen
"Es ist klar, dass unser Heimatland durch schwierige Zeiten geht. Wir müssen sein Ansehen sichern und einen glatten Übergang ermöglichen", sagte Pikrammenos. Papoulias war es in den vergangenen Tagen nicht gelungen, die Parteien zur Bildung einer Regierung zu bewegen. Das neue Parlament, das erst am 6. Mai gewählt worden war, soll am Donnerstag erstmals zusammentreten und könnte sich dann umgehend auflösen.

©AFP / Louisa Gouliamaki
Dunkle Wolken über dem Parlament in Athen
In Europa wächst die Sorge, dass Griechenland nach der Wahl zum Austritt aus der Eurozone gezwungen sein könnte. Die linksradikale Partei Syriza, die bei der Wahl am 6. Mai zweitstärkste Kraft geworden war und als größter Gegner der Sparmaßnahmen gilt, wird als Favorit für die Wahl gehandelt.
Der Syriza-Vorsitzende Alexis Tsipras griff die Europäische Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch scharf an. "Wenn die Krankheit des Sparens Griechenland zerstört, wird sie sich auf ganz Europa ausbreiten", sagte Tsipras dem britischen Rundfunksender BBC. Die Banken verdienten Geld zulasten der Bürger. "Daher müssen die europäische Führung und besonders Frau Merkel aufhören, mit dem Leben der Menschen Poker zu spielen", sagte Tsipras.

©AFP
Griechenlands neues Parlament
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sprach sich unterdessen für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone aus. Dies sei "unsere starke Präferenz", sagte Draghi. Es sei jedoch nicht die Aufgabe der Europäischen Zentralbank, über das Schicksal Griechenlands zu entscheiden. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy erklärte, ein Austritt Griechenlands aus dem Euro wäre ein "großer Fehler".
©AFP
VIDEO: Athen am Abgrund - Sorge um Eurozone wächst
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte, es werde "nicht über Parteipolitik, sondern über Griechenlands Zukunft in Europa und mit dem Euro" abgestimmt. Zur Bekämpfung der Schuldenkrise müsse Vertrauen geschaffen werden, doch dies werde es nur durch Wettbewerbsfähigkeit und Reformen geben, die zu mehr Wachstum und Arbeitsplätzen führen. "Wir sind solidarisch mit den Griechen. Aber Solidarität ist keine Einbahnstraße", sagte der FDP-Politiker.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schloss eine Neuverhandlung der Finanzhilfen erneut aus. Das Hilfspaket sei sorgfältig ausgehandelt und in den EU-Mitgliedsstaaten intensiv diskutiert worden, sagte er im Deutschlandfunk. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte, die Vereinbarungen mit Griechenland könnten "auf keinen Fall" nachverhandelt werden. Möglich sei aber, Wachstumsmaßnahmen zu diskutieren. "Wir wollen, dass Griechenland Teil der Familie bleibt, in der EU und in der Eurozone", erklärte Barroso.
Umfang
Täglich 5000 Meldungen in sechs weit verbreiteten Sprachen
Sprachen
Französisch, Englisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch, Arabisch
Weltweite Berichterstattung rund um die Uhr
Eine umfassende Berichterstattung
Gestützt auf die AFP-Präsenz in 165 Ländern und sein inländisches Korrespondentennetz beliefert der deutsche AFP-Textdienst etwa 150 Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsender sowie Agenturen im deutschsprachigen Raum täglich mit aktuellen Nachrichten, Analysen und Hintergrundinformationen aus allen Themengebieten.
Termin- und Themenvorschauen
Ausgewogene Zusammenfassungen zu den wichtigsten Redaktionsschlusszeiten der Zeitungen decken den Informationsbedarf von Printmedien. Übersichtliche Termin- und Themenvorschauen sowie Sonderrubriken runden als Service für die Redaktionen den Textdienst von AFP ab.
Einige aktuelle Themenbeispiele
Verwaltungsrichter leitet Übergangsregierung in Athen
05/16 | 18:55 GMT

©AFP / John Kolesidis
Nach mehreren vergeblichen Versuchen zur Bildung einer neuen Regierung in Griechenland übernimmt nun der oberste Verwaltungsrichter Panagiotis Pikrammenos vorübergehend die Regierungsführung. Einziges Ziel seines Übergangskabinetts sei die Vorbereitung von Neuwahlen, sagte der 67-Jährige, nachdem er von Präsident Karolos Papoulias mit der Regierungsbildung beauftragt worden war. Die Wahlen sollen laut Medien am 17. Juni stattfinden.

©AFP / John Kolesidis
Verwaltungsrichter Pikrammenos
Athen (AFP) - Nach mehreren vergeblichen Versuchen zur Bildung einer neuen Regierung in Griechenland übernimmt nun der oberste Verwaltungsrichter Panagiotis Pikrammenos vorübergehend die Regierungsführung. Einziges Ziel seines Übergangskabinetts sei die Vorbereitung von Neuwahlen, sagte der 67-Jährige, nachdem er von Präsident Karolos Papoulias mit der Regierungsbildung beauftragt worden war. Die Wahlen sollen laut Medien am 17. Juni stattfinden.

©AFP / Aris Messinis
Bankfiliale in Athen
"Es ist klar, dass unser Heimatland durch schwierige Zeiten geht. Wir müssen sein Ansehen sichern und einen glatten Übergang ermöglichen", sagte Pikrammenos. Papoulias war es in den vergangenen Tagen nicht gelungen, die Parteien zur Bildung einer Regierung zu bewegen. Das neue Parlament, das erst am 6. Mai gewählt worden war, soll am Donnerstag erstmals zusammentreten und könnte sich dann umgehend auflösen.

©AFP / Louisa Gouliamaki
Dunkle Wolken über dem Parlament in Athen
In Europa wächst die Sorge, dass Griechenland nach der Wahl zum Austritt aus der Eurozone gezwungen sein könnte. Die linksradikale Partei Syriza, die bei der Wahl am 6. Mai zweitstärkste Kraft geworden war und als größter Gegner der Sparmaßnahmen gilt, wird als Favorit für die Wahl gehandelt.
Der Syriza-Vorsitzende Alexis Tsipras griff die Europäische Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch scharf an. "Wenn die Krankheit des Sparens Griechenland zerstört, wird sie sich auf ganz Europa ausbreiten", sagte Tsipras dem britischen Rundfunksender BBC. Die Banken verdienten Geld zulasten der Bürger. "Daher müssen die europäische Führung und besonders Frau Merkel aufhören, mit dem Leben der Menschen Poker zu spielen", sagte Tsipras.

©AFP
Griechenlands neues Parlament
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sprach sich unterdessen für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone aus. Dies sei "unsere starke Präferenz", sagte Draghi. Es sei jedoch nicht die Aufgabe der Europäischen Zentralbank, über das Schicksal Griechenlands zu entscheiden. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy erklärte, ein Austritt Griechenlands aus dem Euro wäre ein "großer Fehler".
©AFP
VIDEO: Athen am Abgrund - Sorge um Eurozone wächst
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte, es werde "nicht über Parteipolitik, sondern über Griechenlands Zukunft in Europa und mit dem Euro" abgestimmt. Zur Bekämpfung der Schuldenkrise müsse Vertrauen geschaffen werden, doch dies werde es nur durch Wettbewerbsfähigkeit und Reformen geben, die zu mehr Wachstum und Arbeitsplätzen führen. "Wir sind solidarisch mit den Griechen. Aber Solidarität ist keine Einbahnstraße", sagte der FDP-Politiker.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schloss eine Neuverhandlung der Finanzhilfen erneut aus. Das Hilfspaket sei sorgfältig ausgehandelt und in den EU-Mitgliedsstaaten intensiv diskutiert worden, sagte er im Deutschlandfunk. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte, die Vereinbarungen mit Griechenland könnten "auf keinen Fall" nachverhandelt werden. Möglich sei aber, Wachstumsmaßnahmen zu diskutieren. "Wir wollen, dass Griechenland Teil der Familie bleibt, in der EU und in der Eurozone", erklärte Barroso.

WELTGESCHEHEN
Verwaltungsrichter leitet Übergangsregierung in ...Aktionäre verklagen JPMorgan wegen Fehlspekulation
05/16 | 20:03 GMT

©AFP / Stan Honda
Nach dem Verlust von mindestens zwei Milliarden Dollar durch Fehlspekulationen gehen Aktionäre juristisch gegen die US-Großbank JPMorgan Chase vor. Das Finanzinstitut habe vor Bekanntwerden der schweren Verluste gegenüber Investoren irreführende und unvollständige Erklärungen abgegeben, heißt es in der Klagebegründung.

©AFP / Stan Honda
Aktionäre verklagen JPMorgan wegen Fehlspekulation
Washington (AFP) - Nach dem Verlust von mindestens zwei Milliarden Dollar durch Fehlspekulationen gehen Aktionäre juristisch gegen die US-Großbank JPMorgan Chase vor. Die US-Investmentfirma Saratoga Capital Management reichte eine Sammelklage gegen JPMorgan, Bankchef Jamie Dimon und Finanzvorstand Douglas Braunstein ein, der sich andere Geschädigte anschließen könnten. Das Finanzinstitut habe vor Bekanntwerden der schweren Verluste gegenüber Investoren irreführende und unvollständige Erklärungen abgegeben, heißt es in der Klagebegründung.
Die US-Bank hatte vergangenen Donnerstag eingeräumt, durch Fehlspekulationen mit Kreditausfallversicherungen einen heftigen Verlust von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro erlitten zu haben. Daraufhin fiel der Wert von JPMorgan-Aktien bis zum Börsenschluss am Dienstag um fast elf Prozent. Die Verluste der Aktionäre seien "eine direkte Folge des betrügerischen Plans" von JPMorgan, schrieb Saratoga Capital Management in der Klage.
Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Robert Mueller, bestätigte bei einer Anhörung im Kongress in Washington "vorläufige" Ermittlungen gegen JPMorgan Chase wegen der Spekulationsverluste. Einzelheiten nannte er nicht. Dem "Wall Street Journal" zufolge leitete auch die US-Börsenaufsicht SEC bereits eine Untersuchung ein.

WIRTSCHAFT
Aktionäre verklagen JPMorgan wegen ...Merkel entlässt Umweltminister Röttgen
05/16 | 15:24 GMT

©AFP / Boris Roessler
Als Konsequenz aus der CDU-Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen ist Norbert Röttgen aus seinem Amt als Bundesumweltminister entlassen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilte in Berlin mit, sie habe Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, Röttgen von seinem Amt zu entbinden.

©AFP / Boris Roessler
Röttgen
Berlin (AFP) - Als Konsequenz aus der CDU-Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen ist Norbert Röttgen aus seinem Amt als Bundesumweltminister entlassen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilte in Berlin mit, sie habe Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, Röttgen von seinem Amt zu entbinden. Sein Nachfolger soll der bisherige Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier (CDU), werden.

©AFP / Robert Schlesinger
Altmaier
"Ich habe heute vormittag mit dem Herrn Bundespräsidenten gesprochen, und ich habe ihm gemäß Artikel 64 des Grundgesetzes vorgeschlagen, Norbert Röttgen von seinen Aufgaben als Bundesumweltminister zu entbinden, um so in diesem Amt einen personellen Neuanfang möglich zu machen", sagte Merkel in einer kurzen Erklärung im Kanzleramt.

©AFP
Das Bundeskabinett
Sie dankte Röttgen dafür, dass er als Minister an der Schaffung der Grundlagen für die Energiewende entscheidend mitgewirkt habe. Die Umsetzung der Energiewende erfordere noch große Anstrengungen. Daher schlage sie als "personellen Neuanfang" Altmaier als neuen Umweltminister vor.

©AFP
Wahlergebnisse in NRW seit 1958
Die CDU mit Röttgen an der Spitze hatte bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag dramatische Verluste erlitten und mit 26,3 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland eingefahren. Aus den eigenen Reihen war danach scharfe Kritik auch an Röttgens Arbeit im Bundesumweltministerium laut geworden, vor allem von CSU-Chef Horst Seehofer. Röttgen hatte am Wahlabend bereits sein Amt als CDU-Landesvorsitzender niedergelegt. Am Montag hatte er noch bekräftigt, an seinem Ministerposten festhalten zu wollen.
animationSet
©AFP
Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
Die SPD sprach von einem "weiteren Beleg für den maroden Zustand der Regierung Merkel". Dass die Kanzlerin "nun einen ihrer engsten Vertrauten fallen lässt, zeigt, dass die Krise der Koalition nun in den innersten Kern vorgedrungen ist", erklärte Generalsekretärin Andrea Nahles in Berlin. Röttgen sei "von den eigenen Leuten weggemobbt" worden.
Die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin erklärten: "Röttgens Entlassung markiert einen neuen Höhepunkt der Dauer-Krise von Schwarz-Gelb." Die Regierung sei "in zentralen Feldern der Politik handlungsunfähig - von Energiewende bis Bildung und Haushalt".



