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Kabul (AFP) - Für afghanische Zivilisten war das vergangene Jahr das tödlichste seit Beginn des Einsatzes der internationalen Truppen gegen die radikalislamischen Taliban vor zehn Jahren. Im Jahr 2011 seien 3021 Zivilisten getötet worden, acht Prozent mehr als 2010, teilte die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) am Samstag in Kabul mit. Mehr als drei Viertel der Zivilisten (77 Prozent) seien von den Taliban oder anderen aufständischen Gruppen getötet worden, 14 Prozent von Soldaten der NATO oder der afghanischen Armee. Bei neun Prozent sei eine Zuordnung nicht möglich gewesen.
Berlin (AFP) - Angesichts der extremen Kälte in Deutschland fordert die erste Gewerkschaft Frostzuschläge für Millionen Beschäftigte, die im Freien arbeiten müssen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Der Vorsitzende der für Straßen- und Verkehrsbeschäftigte zuständigen Fachgewerkschaft VDStra, Siegfried Damm, sagte dem Blatt: "Wir wollen tariflich durchsetzen, dass es ab 10 Grad Minus angemessene Kältezuschläge von bis zu 100 Euro pro Monat gibt." Denkbar wären beispielsweise "temperaturabhängige Tagespauschalen".
Damaskus/Beirut (AFP) - Die syrische Führung hat Berichte dementiert, wonach die Armee in der Oppositionshochburg Homs mehr als 200 Menschen getötet hat. Die toten Zivilisten, die in den Berichten mehrerer Satellitenfernsehsender zu sehen gewesen seien, seien "von bewaffneten Männern entführt und getötet" worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Samstag. Die Führung in Damaskus macht immer wieder "Terroristen" für die anhaltende Gewalt im Land verantwortlich. Den Fernsehsendern warf Damaskus in dem Bericht vor, mit den Bildern zu neuer Gewalt "anzustiften".
London (AFP) - Rund 150 Menschen haben sich in der Nacht zu Samstag vor der syrischen Botschaft in London zu Protesten versammelt. Dabei gelang es fünf Männern, in das Gebäude im Zentrum der britischen Hauptstadt einzudringen, wie Scotland Yard mitteilte. Die Männer seien festgenommen worden. Laut dem Rundfunksender BBC sollen Fenster eingeschmissen worden sein.
Belin (AFP) - Die Bayreuther Festspiele werden einem Zeitungsbericht zufolge ab der kommenden Saison Wagner-Opern live ins Kino übertragen. Die Festivalleiterin Katharina Wagner sagte der "Welt am Sonntag": "Wir arbeiten derzeit an Vereinbarungen mit mehr als hundert Kinos, über die ganze Republik verteilt." Außerdem würden Gespräche mit Kinos in der Schweiz, Österreich und Großbritannien geführt. "So können mehr Menschen als je zuvor ein Bayreuth-Erlebnis haben," sagte Wagner weiter.
New York (AFP) - Der aus vielen Broadway-Stücken und Hollywood bekannte US-Schauspieler Ben Gazzara ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Gazzara erlag am Freitag (Ortszeit) einem Krebsleiden an der Bauchspeicheldrüse, wie die "New York Times" berichtete. Der Anwalt des Schauspielers sagte der Zeitung, Gazzara sei in einem Krankenhaus in Manhattan gestorben.
Düsseldorf (AFP) - Vor den Tarifverhandlungen bei Bund und Kommunen hat der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, Reformen bei der Besteuerung von Kapital- und Unternehmensgewinnen verlangt. "Würde Deutschland den durchschnittlichen EU-Steuersatz verlangen, hätten wir jedes Jahr 70 bis 85 Milliarden Euro an Mehreinnahmen", sagte Bsirske der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).
Havanna (AFP) - Die kubanische Dissidentin Yoani Sánchez darf trotz eines bereits erteilten Visums für Brasilien nicht ausreisen. Es sei das 19. Mal, dass die kubanischen Behörden ihr die Ausreise verweigerten, schrieb die Bloggerin am Freitag (Ortszeit) im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. Sie fühle sich wie eine "Geisel, die von jemanden festgehalten wird, der taub für Argumente ist und keine Erklärungen gibt", erklärte Sánchez in einem weiteren Eintrag.
Washington (AFP) - Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss vor ein US-Militärgericht. Wie die US-Armee am Freitag (Ortszeit) mitteilte, billigte sie eine entsprechende Empfehlung der Justiz. Dem 24-jährigen Soldaten wird vorgeworfen, zahlreiche geheime US-Militärdokumente zu den Kriegen im Irak und Afghanistan sowie rund 260.000 vertrauliche Depeschen des US-Außenministeriums an die Internetplattform Wikileaks weitergegeben zu haben.
Washington (AFP) - Der Chef des US-Computerchipherstellers Micron Technology, Steve Appleton, ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Das teilte der Aufsichtsrat von Micron am Freitag mit. Örtlichen Medienberichten zufolge verunglückte der 51-Jährige mit einem Kleinflugzeug in Boise im Bundesstaat Idaho. In der Nähe befindet sich die Zentrale von Micron. Appleton sei allein an Bord des Fliegers gewesen.
Nikosia (AFP) - In der zentralsyrischen Stadt Homs sind nach neuen Angaben von Menschenrechtlern mindestens 217 Zivilisten getötet worden. Allein im Viertel al-Chalidija habe es 138 Todesopfer gegeben, darunter Frauen und Kinder, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Nacht zu Samstag mit.
London (AFP) - Bee-Gees-Sänger Robin Gibbs fühlt sich nach eigenen Worten nach seiner überstandenen Krebserkrankung wieder in Top-Form. Der Darmkrebs sei "fast weg" und er fühle sich "phantastisch", sagte der 62-Jährige dem Rundfunksender BBC am Freitag. Die Ärzte hätten ihm nach seiner Operation "spektakuläre Ergebnisse" bescheinigt. Gibbs schwärmte, es gehe ihm besser als vor zehn Jahren. Im April will der Sänger mit seinem neuen Album über den Untergang der Titanic auftreten.
München (AFP) - Der Chef der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Kumi Naidoo, sieht im Klimawandel die Hauptgefahr für die globale Sicherheit. "Ich weiß nicht, was die Waffen des Dritten Weltkrieges sein werden, aber der Vierte Weltkrieg wird mit Steinen und Stöcken geführt werden", sagte Naidoo am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Er warnte vor einem Aufstand der Armen, wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen würden, um die Risiken ökologischer Katastrophen zu verringern.
Paris (AFP) - Die französische Staatsbahn SNCF hat Kopien sämtlicher Archivdokumente aus der Zeit 1939 bis 1945 an drei Forschungszentren zur Schoah übergeben. Damit werde das Bemühen fortgesetzt, die Geschichte des Unternehmens und seiner Rolle bei den Juden-Deportationen zu erhellen, teilte die SNCF am Freitag in Paris mit. Demnach erhielten das Schoah-Memorial in Paris, die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und das Holocaust-Museum in Washington die Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg.
Nikosia (AFP) - In der zentralsyrischen Stadt Homs sind am späten Freitagabend nach neuen Angaben von Menschenrechtlern mehr als 100 Menschen durch Mörserfeuer getötet worden. Hunderte weitere Menschen seien im Viertel al-Chalidija verletzt worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Nacht zu Samstag mit. Die arabischen Nachrichtensender Al-Arabija und Al-Dschasira zeigten Bilder von dutzenden Leichen am Boden.
Nikosia/New York (AFP) - In der zentralsyrischen Stadt Homs sind nach Angaben von Menschenrechtlern am späten Freitagabend mindestens 47 Zivilisten durch Mörserfeuer getötet worden. Mehr als 150 weitere seien in dem Viertel al-Chalidija verletzt worden, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Deren Leiter Rami Abderrahman sagte der Nachrichtenagentur AFP, es habe ein "regelrechtes Massaker" stattgefunden und forderte eine "sofortige Intervention" der Arabischen Liga.
New York (AFP) - Der UN-Sicherheitsrat wird nach Angaben eines Diplomaten am Samstagmorgen (09.00 Uhr Ortszeit, 15.00 Uhr MEZ) zusammenkommen, um über den jüngsten Resolutionsentwurf zur Syrien-Krise abzustimmen. Den 15 Mitgliedern des Gremiums werde der zuletzt am Donnerstag überarbeitete Text vorliegen, der Bedenken Russlands Rechnung trägt, sagte der Diplomat am Freitag in New York.
Limoges (AFP) - In Frankreich soll ein Mann aus dem Schloss seiner Arbeitgeber Kunstgegenstände, Antiquitäten und Schmuck im Wert von mindestens einer halben Million Euro gestohlen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag arbeitete der Mann jahrelang in dem Schloss im Département Haute-Vienne. Er wurde demnach am Donnerstag gefasst. Bereits im Jahr 2009 war es zu ersten Diebstählen in dem Schloss gekommen, im Juli 2011 erstatteten die Schlossbesitzer dann Anzeige. Schätzungen zufolge könnte der Wert der Beute sogar bei rund einer Million Euro liegen.
Kairo (AFP) - Bewaffnete Angreifer haben am Freitag nach Angaben von Sicherheitskräften eine Polizeistation in Kairo gestürmt und Gefangene befreit. Anschließend setzten die mit Maschinenpistolen bewaffneten Männer die Polizeistation in Brand, wie ein Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der Vorfall ereignete sich demnach im östlichen Stadtteil Al-Marg.
Jahorina (AFP) - Serbiens Präsident Boris Tadic ist nach eigenen Angaben zu einem Treffen mit dem kosovarischen Ministerpräsidenten Hashim Thaci bereit. Voraussetzung sei aber, dass dieser Gespräche über Belgrads "Plan" für das Kosovo akzeptiere, sagte Tadic am Freitag bei einer Regionalversammlung in Jahorina bei Sarajevo. Wenn es eine Reaktion oder Bereitschaft zur Diskussion über den von ihm vorgelegten Plan gebe, sei er immer zu einem Treffen bereit. Er sei an Gesprächen interessiert, die zu einer "Lösung" für das Kosovo führen könnten, sagte Tadic.
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